Das Vindobona wird zum musikalischen Regenbogen: »Culinarical 9.0 ‒ Over the rainbow« im Vindobona Wien

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Bereits zum neunten Mal präsentiert das Vindobona seine erfolgreiche Dinnershow »Culinarical« und nach »Culinarical goes Movie« im vergangenen Jahr ist auch diesmal wieder ein roter Faden vorhanden, der sich durch die drei Showblöcke zieht, nämlich »Over the Rainbow«. Neben beliebten Nummern aus Musicals mit queeren Themen, wie »Rent«, »Hedwig And The Angry Inch«, »The Prom« oder »Priscilla«, stehen diesmal auch bekannte Musicalsongs auf dem Programm, die man von diesem jeweiligen Geschlecht vielleicht kennt. Das Kreativteam besteht aus Rita Sereinig (Regie), Andreas Brencic (musikalische Leitung), Elisabeth Töplitzer (Kostüme)und Christian Ariel-Heredia (Visuals).

Das stimmgewaltige Ensemble der diesjährigen Ausgabe besteht aus Tanja Petrasek, Christoph Apfelbeck, Barbara Castka, David Mannhart, Franziska Geprägs und Markus Richter. Außerdem stehen die Sieger der ORF Show »Die große Chance Let’s sing and dance«, Indeed Unique, als Tänzer auf der Bühne. Als Special Guest ist Alexander Schneller von Circus Pikard als Akrobat mit von der Partie.

Der erste Block wird mit einem Medley aus ›Meet the Stars‹, ›Over the Rainbow‹ aus »Der Zauberer von Oz« (berührend dargeboten von Nino Tatzber-Poms) und ›Wait for it‹ aus »Hamilton« eröffnet. Gleich im Anschluss folgt einer der Höhepunkte des gesamten Abends: ein Mash-Up aus ›Go the Distance‹ aus »Disneys Hercules« und ›Defying Gravity‹ aus »Wicked«, das wunderbar von Christoph Apfelbeck und Tanja Petrasek interpretiert wird. Von der komödiantischen Seite zeigen sich Markus Richter und David Mannhart mit ›If you Were Gay‹ aus »Avenue Q«, das bei solchen Shows eher selten vorkommt und in diesem Kontext sehr gut funktioniert. Weitere Höhepunkte des ersten Blocks sind ›Die Schatten werden länger‹ aus »Elisabeth«, das von David Mannhart und einer stimmgewaltigen Franziska Geprägs gesungen wird, und das berührende ›It’s Time to Dance‹ aus »The Prom«, das von Barbara Castka und Franziska Geprägs dargeboten wird. Zum Abschluss begeistern Indeed Unique mit dem ›Amelie Theme‹ aus »Die fabelhafte Welt der Amelie« und begeistern mit der Mischung aus Storytelling und Tanz.

Der zweite Block wird mit dem Celine-Dion-Titel »I’m Alive«, der auch im Musical »Titanique« zu hören ist. Ein idealer Titel, um zu zeigen, wie diese sechs Darsteller:innen als Ensemble harmonieren. Weitere Höhepunkte in diesem Block sind ›Ich bin, was ich bin‹ aus »La Cage aux Folles«, das Christoph Apfelbeck mit viel Präzision interpretiert, das stimmgewaltige »Les-Misérables«-Medley, bestehend aus ›Ich hab‘ geträumt vor langer Zeit‹ und ›Nur für mich‹ mit Tanja Petrasek, Franzsíska Geprägs und David Mannhart, die das sehr gefühlsvoll interpretieren. Auch Markus Richter begeistert mit ›Wig in a Box‹ aus »Hedwig And The Angry Inch«. Als weiterer überraschender Höhepunkt des Programms zeigt sich Christoph Apfelbeck mit ›Mein Herr‹ aus »Cabaret« und Alexander Schneller unterstützt diese Darbietung mit eindrucksvoller Akrobatik. Des Weiteren glänzen Barbara Castka und Franziska Geprägs mit ›Take Me Or Leave Me‹ aus »Rent«. Beide Titel werden in englischer Sprache gesungen. Der dritte Block wird mit einem »Dear-Evan-Hansen«-Medley, bestehend aus ›Waving Through a Window‹ (eher ungewöhnlich: als große Ensemble Nummer) und ›You Will Be Found‹ abgeschlossen, das selbstverständlich gut funktioniert.

Besonders schwungvoll wird der dritte und letzte Block eröffnet, und zwar mit der Ensemble-Nummer ›Einen Freund wie mich‹ aus »Disneys Aladdin«. Zu den weiteren Höhepunkten gehören ›I know him so well‹ aus »Chess«, das von Christoph Apfelbeck und Markus Richter interpretiert wird, der gefühlsvolle in englischer Sprache gesungene Titelsong aus »Der Kuss der Spinnenfrau«, mit dem Markus Richter begeistert, und das bunte »Priscilla«-Medley, das als Abschlussnummer dient. Hier zeigen alle nochmal ihr Können, nicht nur die sechs Darsteller: innen, sondern auch die mehrköpfige Indeed-Unique-Tanzgruppe. Als stimmungsvolle Zugabe gibt es noch ›Seasons of love‹ aus »Rent«.

Rita Sereinig hat hier ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne gebracht, das dank vieler Überraschungen und den stimmungsvollen Visuals von Christian Ariel Heredia und einem großartigen Ensemble nicht nur Musicalfans begeistern wird. Auch das dreigängige Menü ist hervorragend und ist eine ideale Ergänzung zu diesem ohnehin schon gelungenen Abend.